All posts by Susanne Günsch

01

Jul'19

Kinder brauchen keine Spielsachen sondern Sachen zum Spielen

Welche Idee steckt hinter dem Konzept „Spielzeugfreier Kindergarten“ oder spielzeugfreie Zeit im Kindergarten? Ziel ist es, Alternativen zu den vielen fertigen, also vorgedachten Spielsachen, zu entdecken. Denn das Spielen mit verwendungsoffenen Materialien fördert viel mehr die Kreativität, Phantasie, Eigeninitiative etc., während Spielsachen eher konsumorientiert sind.

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15

Apr'19

Bildungswege kann man nicht abkürzen

Sie kennen das vermutlich: Gut gemeint und in bester Absicht möchten Sie den Kindern Erfahrungen, insbesondere unangenehme, ersparen und erläutern ihnen, warum es besser ist, z. B. nicht auf die Herdplatte zu fassen. Oder nicht in die Pfütze zu springen. Oder die Spinne nicht zu ärgern. Sie nehmen den Kindern jedoch die Gelegenheit weg, selbst ihre eigenen Erfahrungen zu machen. Menschen bilden sich durch eigenes Tun und Denken selbst.

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15

Aug'18

Kompetenzoutsourcing – Was externe Experten in Kitas können

Als ich neulich eine Suchanfrage bekam nach einer Umweltpädagogin, die Kinder in den nahen Park begleitet, dachte ich bei mir: Warum machen das nicht die ErzieherInnen? Es ist ja gegen Experten, die unterstützend dazu kommen, nichts einzuwenden. Aber meiner Ansicht nach sollte es elementares Know-how einer ErzieherIn sein, Kindern die Natur nahe zu bringen.

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09

Jan'18

Wann hatten Sie zuletzt Langeweile?

Was passiert mit uns Erwachsenen, wenn das Kind klagt, ihm sei langweilig? Wie geht es uns Erwachsenen selbst mit Langeweile? Kommt sie überhaupt noch in Zeiten, wo wir mindestens drei Dinge gleichzeitig erledigen, um alles zu schaffen? Können Sie im Urlaub Langeweile genießen? Oder läßt auch hier das Entertainmentprogramm das gar nicht zu?

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01

Dez'17

Spielen ist Lernen

Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur ganz Mensch, wo er spielt. So schrieb Friedrich Schiller in „Über die ästhetische Erziehung des Menschen“. Wirft man einen Blick auf spielende Kinder, so sieht man mit welcher Ernsthaftigkeit und Konzentration sie ihr Spiel verfolgen. Spielen beinhaltet die Kooperation mit anderen, Abstimmung, Ko-Konstruktion, streiten, abwägen, Kommunikation.

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18

Nov'17

Wann stirbt endlich die Schablonenarbeit aus?

Immer wieder gab es in unserem kleinen Team zu Schablonenarbeit hitzige Diskussionen. Ich erinnere mich noch gut an unseren Geburtstagskalender nach dem „Hühnerhof“ von Helme Heine. Wir setzten uns gemeinsam mit den Kindern mit Hühnern, Hähnen, Stall und Misthaufen auseinander, bis alle ihre Vorstellungen davon zu Papier bringen konnten. Es entstanden Hennen und Hähne, jedes auf seine Weise einmalig. Mit Tusche auf Tapetenpapier malten die Kinder ihre Hühner ggf. in den schillerndsten Farben und in unterschiedlichen Größen. Anschließend wurden sie ausgeschnitten, jedes Kind schaffte es nach Kräften sein Huhn in der eigens gemalten Form zu halten. Wir Erwachsenen tuschten natürlich auch ein Huhn und einige Kinder übernahmen gemeinsam den Misthaufen und so entstand eine Gemeinschaftsarbeit aus sehr individuellen Einzelleistungen. Sicher hätten viele ErzieherInnen die zur Verfügung stehenden Farben eingeengt, weil Hühner nun mal nicht lila sind. Dabei haben wir gar keinen Biologieunterricht. Nahezu alle ErzieherInnen sind ja auch der Auffassung, Frösche seien grün – da staunen sie aber im Regenwald Costa Ricas was für farbige Frösche es gibt.

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07

Nov'17

Offene Arbeit in Kindertagesstätten

Offene Arbeit als Prozess der Selbsterkenntnis Offene Arbeit in Kindergärten ist der Begriff, der sehr polarisierend und kontrovers diskutiert wird und da wo Offene Arbeit umgesetzt wird ist das Erscheinungsbild sehr vielfältig. Immer wieder macht der Begriff „halboffen“ die Runde. Häufig liegt dem das Verständnis von Offener Arbeit als offene Türen zugrunde. Auch erweckt halboffen den Eindruck, daß man sich für ganz offen nicht traut. „Wer für alles offen ist, kann nicht ganz dicht sein“ war ein Spontispruch in den 80er Jahren. Die Befürchtungen sind Bindungslosigkeit, Chaos und Beliebigkeit und daß jeder macht, was er will. Offene Arbeit ist jedoch …

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28

Okt'17

Reminda – Die Wirkung in 10 Jahren

84.000 Menschen hat die Remida in den 10 Jahren ihres Bestehens mit den schönen Abfallmaterialien erreicht – Kinder in Kitas, Schüler und Jugendliche in Schulen und Menschen jeden Alters in Kulturprojekten. Da gibt es natürlich Luft nach oben, also einfach mal vorbeikommen und staunen und sich von verwendungsoffenen Dingen überraschen lassen. Die fördern außerdem die Kreativität und Phantasie. 1700 Tonnen an Abfall-Materialien aus Industrie, Handel, Handwerk, Gewerbe sind kreativ verzweckfremdet worden, anstatt unter hohem Aufwand recycelt zu werden. O.k., etwa 2 – 3 Tonnen stehen noch in unserem Lager und in der Remida und warten darauf, von ErzieherInnen, LehrerInnen, Kulturschaffenden …

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